Aktuelles

15. November 2019: Bundesweiter Vorlesetag

 Zum Vorlesetag, der in diesem Jahr bundesweit bereits zum 16. Mal stattfand, konnte das Schulzentrum Nord in Pinneberg unter Leitung von Frau Gilberg-Lemke einen Autor aus der Region zum Vorlesen für Schulkinder gewinnen:

Herr Hauke Burmann hat im September diesen Jahres bereits sein 2. Buch herausgebracht:
Einen spannenden Küsten-Krimi, dessen Geschichte  in Norddeutschland spielt.
Den Kindern hat er aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren vorgelesen.
Anschließend an die Lesestunde durften die Kinder der 4. Klasse Fragen an den Autor stellen, und es entstand ein reger Austausch zwischen den Schülern und dem Schriftsteller, der selbst Vater von zwei Kindern ist.
Unter anderem wurde er gefragt, wie er seine Bücher schreibt und woher er die Ideen dazu bekommt. Und ob er noch was anderes arbeitet oder „nur“ schreibt.
Es war insgesamt ein sehr angeregtes Gespräch, an dem Kinder und Autor sichtlich beide Spaß hatten.
Herr Burmann betonte MENTOR-Pinneberg gegenüber, für wie wichtig er das Vorlesen vom Kleinst-Kindesalter an halte. Es sei ein immens wichtiger Grundstein der Bildung, womit man so früh wie möglich beginnen sollte.

In einer anderen Klasse war unser Lese-MENTOR Herr Werner Köhnke als Vorleser tätig. Er las aus der Geschichte von Robin Hood, was zum diesjährigen Thema „Wald“  hervorragend passte.
Die Kinder hatten dazu gemütlich in Liege-Sesseln Platz genommen und lauschten andächtig dem gesprochenen Wort.

Am  SZ Nord in Pinneberg, das durch sein farbenfroh und positiv gestaltetes  Erscheinungsbild gefällt, sind
4 MENTORINNEN und 1 MENTOR  als Lese-Lernhelfer tätig. Wir bedanken uns, auch bei der Klassenlehrerin Frau Westphal, dass wir hier zu Gast sein konnten!

(Text: Bärbel Radloff)

Auch an anderen Schulen im Kreis Pinneberg waren am Freitag Mentoren am Bundesweiten Vorlesetag aktiv, wie uns die Fotos von Karl-Heinz Raabe aus der Grundschule Bokholt-Hanredder zeigen.

TERMINE

 

Die "Bücherweihnacht" muss dieses Jahr leider ausfallen und kann erst 2020 wieder stattfinden.

 

Dienstag, 28. Januar 2020 um 16 Uhr im Flora Gesundheitszentrum Elmshorn,
Schulstraße 46 - 50

Fortbildung mit Jeannine Hohmann, 2. Teil:

"Und weiter geht es!
Was braucht ein Kind, um Lesen zu lernen? Wie können Lesementoren ihre Lesekinder ganz gezielt unterstützen?
Das Grunderwerbsmodell nach Jochen Klein zeigt, dass viele Bereiche zum Gelingen des Lesens gut entwickelt sein müssen.
Zur gezielten Förderung der Kinder mit Leseschwierigkeiten ist es jedoch ebenso wichtig,
auch Gefühle und soziale Situationen einzubeziehen.

Die pädagogischen Grundsätze - Leistung, Anerkennung und Geborgenheit - werden mit Ideen aus der täglichen Arbeit einer Lerntherapeutin erarbeitet und veranschaulicht.
Mentoren können so Motivation und Leistungsbereitschaft ihrer Lesekinder wecken."

Lust am Vorlesen - Morena Bartel

Morena Bartel
Die Stimmtrainerin und Schauspielerin Morena Bartel erschien am 16. September 2019 zum dritten Mal bei MENTOR Pinneberg und gab den Mentoren neue Tipps, die Kinder spielerisch an das Gestalten eines Textes mit Stimme, Mimik und Gestik heranzuführen. Die 17 Teilnehmer konnten im Selbstversuch kurze Sätze durch Lautstärke, Rhythmus oder Betonung variieren. Dabei wurden sowohl die Atmung als auch die Mundmotorik trainiert. Begeistert und mit einem Repertoire neuer Übungen für die Sprechlust im Gepäck bedankten sich die Mentoren bei Morena Bartel.

Zehn Jahre MENTOR Pinneberg

Jubiläum des Vereins MENTOR - die Leselernhelfer Kreis Pinneberg e. V.

Am 28. Juni 2019 feierte der Verein MENTOR des Kreises Pinneberg sein 10-jähriges Jubiläum. Bei strahlendem Wetter begrüßten die Vereinsvorsitzende, Frau Christiane Frese, und ihre Vorstandskolleginnen und -kollegen mehr als 100 Gäste auf der Sonnenterrase am Ramskamp in Elmshorn.

Viele Mentorinnen und Mentoren aus dem Kreisgebiet waren erschienen.

Sie wurden vom Schirmherren des Vereins, dem Landrat Herrn Oliver Stolz, für ihr ehrenamtliches Engagement gelobt. Durch  den Einsatz der Leselernhelfer ist dieses Projekt erst möglich, betonte er.

Anwesend war auch der Schulrat des Kreises, Herr Dirk Janssen. Er sagte, dass der Verein MENTOR für die Schulen zu einem wichtigen Vorzeigeprojekt für das Engagement in der Leseförderung geworden ist.
Ein großer Dank ging an die Bürgerstiftung der Volksbank Pinneberg-Elmshorn, die durch finanzielle Förderung den Verein MENTOR großzügig unterstützt.
Der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, Herr Uwe Augustin, überbrachte seine Glückwünsche.

Unter den Gästen befand sich auch Frau Sabine Waller, Kontaktlehrerin der Fritz-Reuter-Schule in Tornesch. Sie liebt das große Herz der Mentorinnen und Mentoren und weiß, wie sehr ihre Schützlinge von dieser 1 : 1 - Betreuung profitieren.

Zwei Damen der ersten Stunde, die Gründungsmitglieder Astrid Au 
- Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin
und Ann Christin Hahn
- Unternehmerin, berichten davon, wie 2009 alles begann:
Mit vier Mentorinnen an einer Schule im Kreis Pinneberg. Seitdem hat sich einiges getan:
Momentan lesen an 25 Schulen im Kreisgebiet 178 Mentorinnen und Mentoren; das waren in 2018 ca. 6.200 Lesestunden. Wahrlich ein Grund zum Feiern! Bei Kaffee und Kuchen lauschten die Gäste dem bunten Programm und erhielten durch die Beitrags-Redner viele interessante Informationen über den MENTOR-Verein.

Musikalisch wurde die Veranstaltung durch Auftritte des Barmstedter Chors "Rhythm and Voices" auf stimmungsvolle Weise abgerundet. Das Publikum war begeistert und spendete auch hier viel Applaus.

Bärbel Radloff
MENTOR-Verein Pinneberg

 

Link zur  Festschrift zum Jubiläum MENTOR

Kulturmesse in Elmshorn 2019

 

Am Sonntag, den 5. Mai 2019 waren in Elmshorn nicht nur die Geschäfte der Innenstadt für die Kunden geöffnet, es fand auch die 2. Elmshorner Kulturmesse statt.
Das kirchliche Zentrum und die Stadtbücherei öffneten dafür ihre Räume.
Mehr als 30 Aussteller aus der Region stellten hier ihre kulturelle Arbeit vor. An den  Info-Ständen konnten sich die Besucher ein Bild von den verschiedenen kulturellen Angeboten in und um Elmshorn machen. Auch der Verein

MENTOR - die Leselernhelfer Kreis Pinneberg e.V.

präsentierte sich und war mit abwechselnd fünf Vereinsmitgliedern an einem Stand vertreten.

Mit bunten Aufstellern, Flyern und Lesezeichen warben sie für das wertvolle Ehrenamt. Auch  aktuelle Exemplare der „Kinderzeitung“, die wöchentlich für die Lesestunde mit Kindern genutzt wird, wurden vorgestellt. Es entwickelte sich ein reger Austausch mit vielen  Interessierten. Mehrere Gesprächsteilnehmer möchten  den MENTOR-Verein gern  noch näher kennenlernen und können sich gut vorstellen, zukünftig als Leselernhelfer tätig zu sein.
Es wurden Kontaktdaten ausgetauscht.

Insgesamt kann man auf eine  gute und erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken.

(Bärbel Radloff)

Die Barmstedter Zeitung veröffentlichte am 14. Februar 2019 einen Bericht von Peter Jaster über die Leselernhelfer in Hemdingen: "Die Kinder genießen das total!"

 Mit einem Büchergutschein als Dankeschön hat sich der Verein Mentor – die Leselernhelfer im Kreis Pinneberg bei den Lehrkräften der Grundschule Hemdingen für die erfolgreiche Zusammenarbeit bedankt. Schulleiterin Regina Knösel war darüber hocherfreut. „Ich finde die Einrichtung richtig toll. Es wird ja nicht das Lesen gelehrt, sondern es dient der reinen Leseförderung. So lernen die Kinder Lesen als angenehme Beschäftigung kennen und bekommen einen Zugang dazu“, sagte Knösel.

So funktioniert das Modell: Ein Leselernhelfer beschäftigt sich mit einem Kind einmal in der Woche 45 Minuten lang außerhalb des Unterrichts. „Die Kinder genießen diese 1:1–Situation total“, so Knösel. Dass in der kleinen Hemdinger Schule mit 120 Kindern 13 Mentoren im Einsatz seien, sei im Kreis Pinneberg einmalig und zeige, wie sehr sich die Mentoren mit der Schule vor Ort identifizierten, sagte sie.

Übergeben wurde der Gutschein von Bärbel Radloff, die in Hemdingen wohnt und selbst als Leselernhelferin tätig ist. „Ich bin seit vier Jahren dabei. Auf die Idee bin ich gekommen, als ich gelesen habe, dass 12 bis 15 Prozent der Kinder nicht richtig lesen können und dadurch später der Volkswirtschaft großer Schaden entsteht“, sagt sie. Damals habe es in Hemdingen sechs Mentoren gegeben.

Begeistert ist Radloff von den Fortbildungsmöglichkeiten des Vereins. „Da ist mal eine Lernpädagogin, ein anderes Mal ein Schauspieler oder Spracherzieher, die mit uns Sprachübungen machen. Auch der Umgang mit hyperaktiven Kindern wird geschult“, erzählt Radloff. Sie habe sich für ihre Einheiten eine Wortschatzkiste gebastelt. „Wenn einem Kind ein Wort supergut gefällt, wird es aufgeschrieben und kommt in die Schatzkiste. Später machen wir daraus eine Geschichte“, erklärt sie.

Derzeit gibt es kreisweit 180 Leselernhelfer an 25 Schulen, die sich ehrenamtlich in den zweiten bis vierten Klassen engagieren. Für ihren Einsatz werden sie regelmäßig geschult. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet. jap www.mentor-pinneberg.de

 
 

Fachtagung des MENTOR Bundesverbandes am 6. und 7. April in Hamburg

Der Mentor Bundesverband hielt seine Mitgliederversammlung in diesem Jahr in Hamburg ab.

Ulrich Wickert versicherte in seinem Festvortrag, dass er MENTOR aus vollem Herzen unterstütze. Der ständig zitierte Satz „Kinder brauchen Grenzen“ sei zu einseitig. „Kinder brauchen grenzenlose Phantasie und Anregung“. Das sei das Erziehungsziel.

Margret Schaaf, die wiedergewählte MENTOR Bundesvorsitzende, berichtete, dass MENTOR weiterhin erfolgreich bundesweit arbeitet.  Es gibt

  • 11.500 Aktive Mentoren:
  • 15.000 Betreute Mentees
  • 1.750 Kooperierende Schulen:

Die 91 MENTOR-Vereine und Initiativen sind in 300 Städten tätig.

Ziele in den nächsten Jahren sind die fortlaufende Qualifizierung der Mentoren und das Engagement in weiteren Gemeinden und Städten.

Ein Zukunftsprojekt ist ebenfalls ins Auge gefasst: Das BMBF hat eine Zusage für die Förderung eines auf drei Jahre angelegte Projektes für MENTOR gegeben, um die digitale Medienkompetenz in den  Mitgliedsvereinen zu unterstützen.

(Christiane Frese)